Äpfel

Wussten Sie, dass weltweit über 20.000 Apfelsorten bekannt sind?

Und dass in Deutschland jeder im Durchschnitt ca. 25 kg Äpfel pro Jahr isst?

 

FÜR BABYS

Äpfel eignen sich hervorragend für den Beginn der Beikost. Sie können in Form von Obstmus, als gedünstete Apfelspalten (BLW) oder im Brei angeboten werden. Apfelstücke sollten Sie ihrem Baby oder Kleinkind nicht zu früh geben, da es sie verschlucken kann. Sobald ihr Kind genügend Zähne zum Kauen hat, können Sie ihm die Apfelstücke dann in die Hand geben.

Für Babys eignen sich besonders süßlich, milde Sorten wie Cox Orange oder Elstar.

 

ALLGEMEINES ZUM APFEL

Äpfel sind das am weitesten verbreiteten und ältesten Kernobst und liefern eine Fülle von Nährstoffen. Sie beinhalten über zwanzig Mineralstoffe und sind reich an Vitaminen. Nicht umsonst gibt es den Spruch „an apple a day keeps the doctor away“.

Besonders alte Apfelsorten enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken. Alte Apfelsorten sind daher auch gesünder. Der Apfel brauchte früher die sekundären Pflanzenstoffe um sich vor Insektenbefall bzw. Pilzinfektionen zu schützen. Neue Apfelsorten benötigen dies nicht, daher ist der Gehalt hier gesunken. Neuere Züchtungen verfügen jedoch meist über einen höheren Gehalt an Vitamin C.

Besonders in der Schale sitzen viele sekundäre Pflanzenstoffe. Daher empfiehlt es sich, die Äpfel mit Schale zu verzehren. Äpfel sollten erst mit heißem, dann mit kaltem Wasser abgewaschen werden. Das führt dazu, dass Schmutz, Wachs und Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln entfernt werden.

Äpfel verströmen Ethylen. Dieses gasförmige Pflanzenhormon lässt andere Obst- und Gemüsesorten schneller reifen. Daher sollten Äpfel nicht mit anderen Obstsorten zusammen gelagert werden, da diese sonst schneller reifen.

Äpfel werden folgende Wirkungen nachgesagt:

  • sie wirken blutdrucksenkend und stärken das Immunsystem. Zudem stabilisieren den Blutzuckerspiegel.
  • Äpfel wirken sättigend und reduzieren den Appetit.
  • Geriebener Apfel hilft als Hausmittel gegen Durchfall.
  • Äpfel schützen die Leber vor leberschädigenden Medikamenten.
  • Bei Tierversuchen wurde herausgefunden, dass bestimmte Inhaltsstoffe im Apfel eine krebshemmende Wirkung besitzen.
  • Apfelsaft soll laut Forschungen die Bildung von Substanzen im Gehirn hemmen, die Alzheimer verursachen können.
  • regelmäßige Apfelesser sollen seltener an Lungen– und Bronchialerkrankungen leiden, was den im Apfel enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen (Katechinen) zugeschrieben wird.
  • Äpfel haben einen hohen Gehalt an Fruchtsäuren. Diese zerstören Bakterien und beugen Zahnstein vor.

 

BEKANNTE APFELSORTEN
  • Jonagold hat von allen getesteten Sorten den höchsten Gehalt an Flavonoiden und damit das größte antioxidative Potential.
  • Red Delicious hat den höchsten Gehalt an Proxyanidin, welches das Verklumpen von Blutplättchen verhindert.
  • Braeburn hat besonders viel Chlorogensäure. Diese tötet Kariesbakterien ab. Zudem hat er reichlich Vitamin C.
  • Boskoop kann beim Abnehmen helfen, da er reichlich Pektin hat.
  • Elstar besitzt viel bioaktive Enzymen und Antioxidantien. Diese schützen vor Gelenkentzündungen und fördern die Bildung von Immunzellen.
  • Der Granatapfel, auch wenn hier „Apfel“ im Wort vorkommt, gehört aus botanischer Sicht nicht zu den Äpfeln, sondern zu den sogenannten Weiderichgewächsen. Der Apfel selbst gehört zur Familie der Rosengewächse und ist deshalb, wie die Birne, Himbeere und Kirsche auch mit der Rose verwandt.